Gerade für junge und innovative Unternehmen, die sich noch am Markt etablieren müssen, ist das Eigenkapital überlebenswichtig. Dieses notwendige Kapital kommt in aller Regel von den drei F´s (Family, Friends and Fools) – also der Familie, die einspringt um den/die Unternehmer:in zu finanzieren, den Freund:innen, die an die Person glauben und den „Narr:innen“, die von der Idee begeistert sind. 

In Österreich gibt es vergleichsweise wenige Instrumente von staatlicher Seite, die gezielt die Bereitstellung von Eigenkapital unterstützen und kaum Maßnahmen, die Menschen und Institutionen zum Investieren in zukunftsorientiertes Unternehmertum motivieren. Im Jahr 2020 hat die Bundesregierung während des ersten Lockdowns mit dem Covid-Startup-Hilfsfonds ein hervorragendes und einfaches Instrument zur Stärkung des Eigenkapitals österreichischer Startups bereitgestellt. Trotz massiver Forderungen aus der Startup-Szene und dem Erfolg der Maßnahme weigert sich die Politik vehement diese zu verlängern oder aufzustocken.

 

Wir empfehlen daher die Aufsetzung eines staatlichen Eigenkapitalfonds, der neues Eigenkapital von Startups und KMUs verdoppelt. Die so erhaltenen Unterstützungen müssen anschließend durch zukünftige Gewinne zurückgeführt werden. Dies schafft eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, da der Staat das Geld investiert und nicht verschenkt.

Mit diesem zusätzlichen Eigenkapital können innovative Unternehmen die Zeit bis zum Durchbruch am Markt leichter überbrücken und mehr in ihr operatives Geschäft investieren. Das schafft Arbeitsplätze, und wirkt sich nachhaltig positiv auf die österreichische Wirtschaft aus. 

Der Covid-Hilfsfonds hat eindrucksvoll gezeigt wie wichtig ein solches Instrument für unsere Wirtschaft ist und dass dies gerade für Zukunftsbranchen entscheidend ist. Jetzt liegt es an der Politik diese Art der Unterstützung aufrechtzuerhalten, um Österreichs Innovationskraft nachhaltig zu fördern.